Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)

Der Lungenkreislauf, auch kleiner Kreislauf genannt, verläuft vom Herzen zur Lunge und wieder zurück. Liegt sein Wert dauerhaft über 25mmHg, spricht man von pulmonaler Hypertonie, auch Lungenhochdruck genannt.

Das sauerstoffarme Blut wird vom rechten Herzen durch den Lungenkreislauf in die Lunge gepumpt und dort mit Sauerstoff angereichert. Da beim Lungenhochdruck allerdings die Arterien in der Lunge verengt sind, kann das rechte, muskelschwächere Herz das Blut nicht mehr so gut durch die Gefäße pumpen.

Die Verengung entsteht, indem die Gefäßwände von Bindegewebe durchsetzt werden. Dadurch können sich die Arterien nicht mehr richtig ausdehnen. Wuchert dann auch noch das Bindegewebe in das Gefäß hinein, verstopft es gänzlich und Blut kann nicht mehr in ausreichendem Maße hindurchfließen. Der Lungenhochdruck entsteht.

Ursächlich für eine Verengung der Blutgefäße können chronische Lungenerkrankungen sein, aber auch eine Linksherzschwäche kann eine Hypertonie bedingen. Durch die Linksherzschwäche muss das rechte Herz stets einen möglichen Blutrückstau in der Lunge ausgleichen. Schafft das rechte Herz das nicht mehr, entsteht tatsächlich ein Rückstau.

Zu Beginn der Erkrankung merkt der Betroffene nur unspezifische Symptome wie Herzrasen, Atemnot oder Erschöpfung. Je länger die Erkrankung andauert, können auch Blutansammlungen in der Halsvene oder Wassereinlagerungen in Bauch und Beinen auftreten.

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